Allergenkennzeichnung direkt an der Kasse

Allergene ausweisen am POS – Wie Sie Kunden einfach und schnell informieren und welche Chance Sie außerdem nutzen sollten.

Nach der gewaltigen Unsicherheit und Frustration endlich Erleichterung: Es droht kein Schilderwald in der Auslage, keine Speisekarten mit endlosen Fußnoten. Gastronomen atmeten auf, nachdem der Bundesrat am 28. November endlich eine pragmatische Entscheidung getroffen hatte: Im Rahmen der Verordnung zur Allergenkennzeichnung für unverpackte Lebensmittel, die am 13. Dezember in Kraft trat, genügt zunächst tatsächlich die mündliche Auskunft, solange sie auf schriftlicher Information basiert.
Diese „vovectron_pos_touch_chrome_cff297910erläufige Lebensmittelinformations-Ergänzungsverordnung“ (VorlLMIEV) ist als Übergangslösung für den Teil der europaweiten Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) gedacht, der nationaler Regelung bedarf und am dringendsten geklärt werden musste: Die Art und Weise der Allergenkennzeichnung loser Ware. Ob die Regelung ergänzt oder geändert wird, wenn die komplette deutsche Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung (LMIDV) im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft durch den Entscheidungsprozess gelaufen ist, bleibt abzuwarten.

Kennzeichnungspflicht endlich praktisch umsetzbar

Das Gesetz zur Allergenkennzeichnung hat durchaus seine Berechtigung. Aber die unklaren Vorgaben der LMIV machten die Umsetzung enorm problematisch. Die Anforderung, dass Allergene für jedes Produkt schriftlich, gut sichtbar auf einem Schild oder elektronisch ausgewiesen werden müssen, stand in keinem Verhältnis zur praktischen Umsetzbarkeit – Es drohte technischer K.O. im Namen der Transparenz.

Der dringende Orientierungsbedarf spiegelte sich in zahlreichen Ideen und Tipps zur Umsetzung wider: Online-Datenbanken mit Informationen zu allergenen Inhaltsstoffen kamen auf, Seminare zur Allergenkennzeichnung wurden z.B. von der DLG und der BÄKO angeboten, und sogar eine eigene Allergen-Symbolik wurde entwickelt, damit Preisschilder und Speisekarten platzsparend mit bunten Stickern beklebt werden können.

Klare Informationen für den Kunden am POS

Der Grundgedanke ist klar: Verbraucher sollen unkompliziert mit klaren Informationen versorgt werden. Wenn Allergene auch für unverpackte Lebensmitteln deklariert sind, wird vielen Menschen der Einkauf leichter gemacht, ohne dass sie ein gesundheitliches Risiko eingehen oder sich aus Vorsicht übermäßig einschränken müssen.

Vielleicht liegen genau hier sogar Chancen – Verständliche Informationen können Vertrauen bilden, und möglicherweise lässt sich so sogar der Absatz erhöhen: Ein Drittel der Konsumenten wünscht sich z.B. Angaben darüber, ob Lebensmittel für Vegetarier oder Veganer geeignet sind[1]. 64% der Verbraucher möchten mündlich vom Verkaufspersonal über Inhaltsstoffen und Herkunft der Produkte aufgeklärt werden, und sogar 70% wünschen sich schriftliche Informationen dazu[2]. Eine Kombination aus beidem wäre also optimal.

Verbraucher wollen Bescheid wissen

Allergenkennzeichnung lose WareDiese transparente Kommunikation kann direkt am POS stattfinden: Mit Kassen von Vectron kann das Angebot z.B. direkt nach Eigenschaften wie „lactosefrei“ oder „glutenfrei“ gefiltert werden. So ist auf einen Blick klar, welche Artikel für den Kunden überhaupt in Frage kommen. Die Informationen lassen sich dann vom Verkaufspersonal ablesen, auf dem Kundendisplay anzeigen und sogar auf dem Kassenbon ausdrucken.

Die Filtereigenschaften von Vectron-Kassen können außerdem ganz individuell festgelegt werden, je nach den Bedürfnissen der Kundschaft. So verbessert sich nicht nur der Service für Allergiker, sondern auch für Vegetarier, Veganer oder Menschen, die nur koscher oder halal essen möchten.


[1] Nitzko, Sina; Spiller, Achim (2014): Verbraucherverständnis von Transparenz. Göttingen
http://www.neue-verpackung.de/wp-content/uploads/2014/11/Lebensmittelwirtschaft_2014_11_05_Whitepaper_Transparenzstudie.pdf
(02.12.2014)

[2] Zühlsdorf, Anke; Nitzko, Sina; Spiller, Achim (2013): Aufmachung und Kennzeichnung von Lebensmitteln aus Sicht der Verbraucher: Empirische Untersuchungsbefunde, Göttingen.
http://www.vzbv.de/cps/rde/xbcr/vzbv/Lebensmittelklarheit-Begleitforschung-Praesentation-Zuehlsdorf-IGW.pdf
(02.12.2014)


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