Gutscheinkarte Gastronomie Weihnachten

7 Tipps für Gutscheinkarten im Gastronomie-Weihnachtsgeschäft

Gutscheinkarte Gastronomie Weihnachten

Die Vorbereitungen für Weihnachten laufen auf Hochtouren. Neben der Frage nach der Dekoration, der Speisekarte und kleinen Weihnachtsaktionen für Ihre treuen Gäste, sollten Sie sich unbedingt frühzeitig um Ihr Gutschein-Angebot kümmern. Denn: Geschenkgutscheine stehen wie jedes Jahr ganz oben auf der Wunschliste und sind aufgrund dieser Beliebtheit bei Schenkenden und Beschenkten ein toller Umsatzbringer für Sie in der Vorweihnachtszeit.

1.    Zahlen und Fakten zur beliebten Gutscheinkarte

Zunächst kurz zu einigen überzeugenden Statistiken rund um die beliebten Kärtchen (Quelle: bonVito):

  • Durchschnittlicher Gutscheinwert Gastronomie: 37 €
  • Nicht-Einlöse-Quote nach einem Jahr: 33%
  • Nicht-Einlöse-Quote nach anderthalb Jahren: 27%

Tourismus-Dienstleister Praher zeigte auf Gastronomie-Hotellerie erst kürzlich folgende Gutschein-Zahlen aus der Tourismus-Branche, die bzgl. der Nicht-Einlöse-Quoten sehr ähnlich sind:

  • durchschnittlicher Gutscheinumsatz: 237 Euro
  • Wertschöpfung: bis zum 5-fachen vom Gutscheinwert
  • Nicht-Einlöse-Quote über 100 Euro): 15% bis 30%
  • Nicht-Einlöse-Quote (unter 100 Euro): 20% bis 55%
  • durchschnittlicher Dauer bis zur Einlösung: 183 Tage

Interessant ist hier auf jeden Fall der Wertschöpfungshebel der Gutscheine, welcher das 5-fache betragen kann, d.h. ein durchschnittlicher Gutschein mit 237 Euro kann für einen Umsatz von knapp 1.200 Euro vor Ort sorgen. Wie? Beschenkte geben vor Ort mehr aus als den ursprünglichen Gutscheinbetrag oder bringen zur Einlösung Freunde und Bekannte mit.

Statistik hin oder her – eins ist schnell klar: Die Quote der nicht eingelösten Gutscheine von ca. 33% sorgt für zusätzliche Einnahmen, womit sich die Investition in schöne individuelle Gutscheinkarten und ein automatisiertes Gutschein-Management-System in aller Regel selbst finanziert. Wo sonst haben Sie so einfach ein sich selbstfinanzierendes Marketinginstrument?

2.    Worauf sollte ich beim Design der Gutscheinkarten achten?

Gutscheinkarten Design bonVito GastronomieWie bei vielen anderen Dingen ist auch hier der erste Eindruck entscheidend. Achten Sie daher auf ein klares, freundliches Design und überladen Sie die kleine Karte nicht. Bringen Sie Ihre Farben und Ihr Logo mit ein und gegebenenfalls Ihre Webseite und/oder Facebook-Seite. Kommunizieren und benennen Sie zudem klar den Zweck der Karte, wie z.B. „Gutscheinkarte“, „Gutschein“, „Dein Geschenk“, „Geschenkkarte“, o.Ä. Bei unseren bonVito-Karten können Sie zudem auch noch einen Teil der Rückseite bedrucken lassen. Diese Fläche nutzen bonVito-Betreiber gerne für ihre Adresse oder auch als Werbeplatz für Sponsoren der Gutscheinkarte, z.B. von Brauereien und Getränkelieferanten. Nutzen Sie diese Chance!

Wenn Ihnen „normale“ rechteckige Karten zu langweilig sind, können Sie Ihren Gästen natürlich auch Karten in Form eines Herzens, Burgers, Löffels o.ä. anbieten. Ihrer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt – perfekt, um sich von Ihren Wettbewerbern abzugrenzen.

3.    Nette Extras für ein Gutschein-Komplettangebot

Um Ihr Gutscheinangebot komplett zu machen, könnten Sie Ihren Kunden zudem kleine Geschenkkarten-Boxen (gegen Aufpreis) oder schöne Umschläge zu den Karten anbieten. Natürlich wieder in Ihrem Design und daher ein weiterer Werbeplatz.

4.    Ihre neuen Gutscheinkarten richtig bewerben

Sind Ihre individuellen Geschenkkarten einmal da, sollten Sie diese offensiv bewerben – in Ihrer Speisekarte, an der Theke, auf Flyern, auf Ihrer Facebook-Seite, auf Ihrer Webseite, in der regionalen Zeitung, etc. Denn: Die Bewerbung Ihrer Gutscheinkarte ist das A und O für den Verkaufserfolg. Informieren Sie daher auch Ihre Bestandskunden, dass Sie ab sofort (neue) Gutscheinkarten anbieten. Hierfür eignen sich, sofern eine Kundenliste vorliegt, insbesondere Newsletter und Mailings.

5.    Schulen Sie Ihr Verkaufspersonal

Auch sollten Sie Ihr Personal schulen, wie die Gutscheinkarten zu verkaufen sind und wie die Buchung in der Kasse abläuft (Gutschein verkaufen, einlösen, stornieren, etc.). Auf häufige Fragen wie beispielsweise zur Kartengültigkeit sollten Sie eingehen.

Hinweis zur rechtlichen Situation der Gutschein-Gültigkeit: Das Bürgerliche Gesetzbuch (§ 195) regelt, dass die regelmäßige Verjährungsfrist von Gutscheinen drei Jahre ab Ausstellungsdatum beträgt, solange kein Ablaufdatum auf dem Gutschein vermerkt ist. Laufzeiten von weniger als einem Jahr sind allerdings nach aktueller deutscher Rechtsprechung zu knapp und damit unwirksam. Wie kurz eine Befristung im Einzelfall bemessen sein darf, hängt von der Art der zu erbringenden Leistung und den üblichen Gepflogenheiten im jeweiligen Geschäftsumfeld ab. Die Stiftung Warentest hat hierzu einen übersichtlichen Leitfaden veröffentlicht.

6.    Auswertungen und Gutscheinbuch

Nutzen Sie die vielfältigen Funktionen Ihrer Gutscheinlösung und rufen Sie regelmäßig Auswertungen zu Verkäufen, Einlösungen, offenen Beträgen etc. auf: Welche Gutscheinwerte werden am meisten nachgefragt, an welchen Spitzentagen und -zeiten werden Ihre Gutscheinkarten gekauft und eingelöst, wie hoch ist der aktuelle Restwert und der Anteil an nicht eingelösten Gutscheinen, usw. So können Sie Kundenbedürfnisse und Käuferverhalten erkennen und entsprechend reagieren.

7.    Zu guter Letzt: Warum Sie genau jetzt vor Weihnachten starten sollten

Geschenkgutscheine sind gerade in der Vorweihnachtszeit ein toller Umsatzbringer. Bewerben Sie es als ideale Geschenkidee und stellen Sie sicher, dass Sie genügend davon vorrätig haben – denn die Vorteile sprechen für sich:

  • Sichtbarkeit Ihrer Marke: Eine Gutscheinkarte wird nach dem Verschenken i.d.R. zuhause oder in der Geldbörse aufbewahrt. Näher an Ihre Kunden kommen Sie mit kaum einem anderen Marketinginstrument – eine gute Basis für eine steigende Bekanntheit im neuen Jahr!
  • Umsatzsteigerung: Die Gutscheinkarte ist ein neues Produkt in Ihrem Sortiment und wird für Mehrumsatz sorgen, da Sie mit der Einführung einer Gutscheinkarte einen komplett neuen Kaufanreiz schaffen, nämlich den des Weihnachtsgeschenkes.
  • Erhöhung der Liquidität: Eine Gutscheinkarte wird sofort beim Einkauf vom Kunden bezahlt. Die Warenausgabe erfolgt jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt oder auch in einem Drittel der Fälle nie.
  • Neukundengewinnung: Wenn Ihre Gutscheinkarte verschenkt wird, sprechen Ihre Kunden eine Empfehlung für Ihr Restaurant aus, denn sie schicken Freunde, Verwandte oder andere Beschenkte zu Ihnen. Gutscheinverkäufe vor Weihnachten sorgen daher für eine fixe Nachfrage im Folgejahr, zeitlich verschoben um ein paar Monate. Mit Hilfe einer Gutscheinkarte übernehmen also Ihre Kunden die sonst teure Neukundengewinnung für Sie.
  • Mehreinnahmen: In den meisten Fällen wird bei der Einlösung eines Gutscheins mehr Geld ausgegeben, als auf der Gutscheinkarte vorhanden ist. Es werden sowohl mehr als auch höherpreisige Produkte gekauft, da die Kunden bei einer Gutscheineinlösung nicht das Empfinden haben, ihr eigenes Geld auszugeben. Auch werden bei einem Restaurantbesuch oft noch Freunde und Bekannte mitgenommen, sodass der Bon auch deutlich höher ausfallen kann als der Gutscheinwert.

 

Mehr zum Thema Gutscheine finden Sie zudem in diesen Blogbeiträgen:


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2 Gedanken zu “7 Tipps für Gutscheinkarten im Gastronomie-Weihnachtsgeschäft

    • Hallo Herr Prinzenzing,

      leider hat es etwas gedauert, eine Antwort auf Ihre Frage zu bekommen. Auf Anfrage beim Finanzamt hat man uns mitgeteilt, dass in diesem Punkt leider Rechtsunsicherheit herrscht und jedes Finanzamt diesen Punkt anders auslegen kann. Wir raten daher jedem Anbieter von Gutscheinen, sich an einen Steuerberater zu wenden, der sich mit der lokalen Handhabung auskennt.

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